Gegner
Diese Liste enthält 102 Gegner aus Phantom Blade Zero aus 9 Regionen. Die Galerie des Archivs gruppiert die Einträge nach Region, und jeder Eintrag hat einen Typ: Maskenwanderer, Tiere, Puppen und Perfekte Transzendenzen.
102 Einträge

Ein gesichtsloser Mann in violetten Gewändern prescht auf der Hauptstraße hinter seinen Zielen her. Er gehört zu den Auftragsmördern des Ordens und versteht sich darauf, seine Ziele aufzuspüren und zuzuschlagen, wenn ihre Wachsamkeit nachlässt. Aus der Ferne schießt er selbst im vollen Galopp mit tödlicher Präzision und stimmt seine Angriffe nahtlos mit denen seiner Gefährten ab. Im Nahkampf nutzt er den Schwung seines anstürmenden Pferdes, um seine Doppelklinge mit kraftvollen, weit ausholenden Hieben zu schwingen. Wer zu seiner Beute erklärt wurde, bemerkt ihn oft erst, wenn die Schüsse ihn schon niederstrecken. Selbst wenn sie irgendwie entkommen sollten, bedeutet das nur, dass die Jagd des Ordens gerade erst begonnen hat.

Berittene Schattenwächter des Ordens stürmen auf der Hauptstraße frontal auf ihre Gegner zu. Mit Doppelklingen in den Händen stürmen sie ihren Gegnern voller Mordlust entgegen. Sie sind auf Frontalangriffe spezialisiert und nutzen den Schwung ihrer galoppierenden Pferde, um die Entfernung im Nu zu überwinden. Ihren Gegnern bleibt kaum eine Chance auszuweichen. Schattenwächter haben keine Namen, nur Decknamen. Die Gedankensiegel in ihren Körpern zwingen sie, dem Schattenfürsten bedingungslos zu dienen. Diesmal hat der neue Schattenfürst sie ausgesandt, um Soul abzufangen und zu töten. Sie werden nicht aufhören, bis eine der beiden Seiten tot ist.

Die zerschundenen Körper von Dorfbewohnern, vollständig vom Sha-Chi beherrscht. Eine gescheiterte Transzendenz raubte ihnen Geist und Lebenskraft. Ungezügelte Mordlust treibt sie dazu, mit wilden, unermüdlichen Schwerthieben auf alles vor ihnen einzuschlagen. Die Maskenwanderer zerstörten ihr Dorf. Die Transzendenz, von der sie sich Rettung erhofft hatten, zerstörte alles, was ihnen noch geblieben war.

Unholde, die zerbrochene Steine als Waffen einsetzen. Da sie wissen, dass sie einen Feind nicht im offenen Kampf überwältigen können, verstecken sie sich hinter anderen und warten auf ihre Gelegenheit. Ihr Wurf ist ungenau, doch ein Angriff von hinten kann trotzdem gefährlich werden. Mit der List und Zähigkeit von Unkraut überlebten sie Hunger und Prügel. Die Kindheit, in der sie spielerisch Steine durch die Dorfgassen warfen, ist längst vergangen. Vielleicht war ihr letzter Rest Unschuld die Hoffnung, durch Transzendenz doch noch etwas aus sich machen zu können.

Diese Unholde tragen grobe Speere mit Widerhaken und streifen um Lagerfeuer. Scheitert ein direkter Angriff, entzünden sie ihre Speerspitzen und greifen mit brennenden Klingen an. Sie sind gefährlicher als die anderen blau gekleideten Unholde. Um stärker zu werden und sich besser schützen zu können, gaben sie bei der Transzendenz mehr auf als die anderen.

Unholde, die breite Schilde umklammern. Mit einer Kraft, die ihre Gestalt kaum vermuten lässt, rammen sie diese Schilde in ihre Feinde und stürmen rücksichtslos voran. Mächtige Waffen wie Großäxte können ihre Schilde rasch zerbrechen. Die Transzendenz nahm ihnen Gesichter und Verstand. Nur zwei Befehle sind noch in ihren Geist eingebrannt: Alles vor ihnen aufhalten und das Dorf hinter ihnen schützen. Auch wenn dort längst kein Dorf mehr steht.

Unholde mit kurzer Klinge und Rundschild. Ihre Haltung wirkt überzeugend, bis die Lücken sichtbar werden: zu langsam beim Ausholen, zu hastig beim Zurückziehen. Heben sie den Schild, liegen ihre Beine ungeschützt. Doch ihre flinken Schritte können jedem zum Verhängnis werden, der sich allein auf Kraft verlässt. Kein Meister hat sie diese Formen gelehrt. Sie schauten sie sich an Kampfringen auf Märkten und Rastplätzen der Karawanen ab. Einst hofften sie, genug Geld für einen Lehrer anzusparen. Dann rechneten sie aus, was das Getreide für die Familie und die Medizin für die Alten kosteten, und begruben den Traum … Die Transzendenz dauerte nur Tage, erforderte kein Geld und keine Reise.

Unholde in zerlumpten gelben Gewändern, die grobe, mit Eisenspitzen besetzte Keulen schwingen. Sie springen hoch, um ihre Waffe mit voller Wucht niederfahren zu lassen, oder wirbeln sie in einer Folge brutaler Hiebe. Die gelben Gewänder kennzeichneten einst die Arbeiter des Dorfes: leicht zu erkennen und nach Belieben herumzukommandieren. Heute bellt ihnen niemand mehr Befehle zu. Nur das immer dunklere Rot auf ihren Masken zeugt von ihren zahllosen Gräueltaten.

Kräftig gebaute Unholde, deren Glieder von mächtigem Sha-Chi durchströmt sind. Sie stürmen an vorderster Front und schwingen ihre Zwillingsäxte hemmungslos. Packt sie im Kampf der Hunger, saugen sie Blut und Lebenskraft aus ihrer Umgebung auf. Nicht einmal ihre Gefährten bleiben verschont. Einst waren sie die Stützen ihres Dorfes. Die Alten sparten ihnen das wenige Getreide und Fleisch auf. Als die Maskenwanderer kamen, standen sie mit ihren Äxten ganz vorn. Als man die Transzendenz anbot, meldeten sie sich zuerst. Mit der Zeit wurde das Fleisch der Dorfbewohner zur Nahrung, ohne die sie nicht mehr leben konnten.

Die zerschundenen Körper von Dorfbewohnerinnen, gänzlich vom Sha-Chi beherrscht. Wild hacken und schlagen sie mit ihren Feldhacken um sich. Ihre Kraft ist gering, ihre Hände jedoch sind schnell. Vielleicht glauben sie, noch immer ihrer Arbeit nachzugehen. Sie umklammern die Werkzeuge, mit denen sie ihre Felder bestellten, und erinnern sich dunkel an Ernteerträge und die Preise des täglichen Bedarfs. Doch die Felder liegen längst brach. Es wird keine Herbsternte geben.

Wahnsinnige Frauen mit Flaschen voll Lampenöl. Ihre durch Transzendenz veränderten Hände fürchten das Feuer nicht mehr. So schleudern sie ungehindert Flammen um sich und verbrennen damit die Lebenden. Sie müssen nicht länger jeden Tropfen Lampenöl zählen. Die Fehlschläge der Transzendenz liefern mehr Brandöl, als sie je verbrauchen könnten - genug, um die Nacht in ein Flammenmeer zu verwandeln.

Wahnsinnige Frauen mit zwei Spitzhacken, schnell im Ansturm und grausam in ihren unablässigen Angriffen. Maskenwanderer zerstörten ihr Dorf. Nachdem ihre Liebsten abgeschlachtet worden waren, hatten sie nichts mehr zu verlieren. Als ein Nachbardorf Freiwillige aufrief, sich der Transzendenz zu unterziehen und gemeinsam gegen die Ungeheuer zu kämpfen, zogen sie zusammen los: mit ihren Brunnenhacken und notdürftig gefertigten Eisenrüstungen.

Bombenträger, die durch den Sha-Chi-Turm streifen und nach etwas suchen, das ihr aufwallendes Sha-Chi unterdrücken könnte. Die gewaltigen Bomben auf ihren Rücken machen jeden Schritt schwer. Doch sobald sie einen Feind sehen, treibt das Sha-Chi sie zur Verfolgung, um mit ihm gemeinsam unterzugehen. Feuerangriffe können ihre Bomben vorzeitig zur Explosion bringen. Einst gehörten sie der Himmelsdonner-Sekte an und rühmten sich ihres Erfindungsgeists. Insgeheim verspotteten sie Schwertkämpfer, die nichts von Schießpulver und ausgeklügelten Maschinen verstanden. In ihren Bomben konnten sie sowohl Schießpulver als auch Sha-Chi speichern … Als die Schattenseiten der Transzendenz sichtbar wurden, war es bereits zu spät.

Mönche mit einer Haut, die wie Messing glänzt. Flink und trittsicher schlagen sie mit wohlbemessener Kraft zu; Fleisch und Knochen werden im Augenblick hart wie Kupfer und Eisen. Sie umkreisen ihre Gegner, suchen nach Lücken und stoßen dann vor und schlagen mit wuchtiger Faust zu. Sie betraten den Sha-Chi-Turm, um ihren Meister vom Kuye-Tempel zu finden, und gerieten in einen Hinterhalt. Als der Sha-Chi-Ofen explodierte, verschlang er die meisten ihrer Mitmönche. Die Überlebenden ereilte kaum ein besseres Los. Mit Sha-Chi durchsetztes flüssiges Kupfer schmiedete ihre Körper hart wie Kupfer und Eisen, verbrannte jedoch ihren Verstand.

Hunde, die durch das Fressen verwesender Leichen Transzendierter verwildert sind. Ihr Fell ist stellenweise ausgefallen und legt zerfetztes, blutrotes Fleisch frei. Oft streifen sie in Rudeln umher, bewegen sich mit erschreckender Geschwindigkeit und stürzen sich unter wildem Gebell plötzlich aus dem Schatten hervor. Einst zerfleischten sie für ihre Herren Maskenwanderer. Später lernten sie, stattdessen ihre Herren zu zerfleischen.

Unholde, die nach Verwesung stinken. Ihr Fleisch ist krankhaft blauschwarz, bis auf einen tief karmesinroten Fleck über dem Herzen. Mit zwei Äxten hacken sie wild um sich. In ihrer Raserei schneiden sie sich sogar die Handgelenke auf und verspritzen ihr giftiges Blut. Die meisten sind die zerschundenen Überreste fehlgeschlagener Transzendenzen, in die Schlucht geworfen und dem Verfall überlassen. Dann gelangten die Dorfbewohner an diese lebensrettenden roten Fäden und banden sie um ihre Körper und Masken. Auf unerklärliche Weise begannen die faulenden Leichen tatsächlich wieder, sich zu bewegen.

Unholde, die nach verbranntem Fleisch und Verwesung stinken. Ihre blauschwarzen Körper sind gegen die sengenden Chaotischen Flammen unempfindlich geworden. Verrenkten und verdrehten Leibes schleudern sie mit aller Kraft Flaschen brennenden Öls, jede von Chaotischen Flammen erfasst. Diese Unholde verehren jene Chaotische Flamme. In endlosem Wahnsinn verloren, finden sie nur in ihrem Feuer die Wärme und den Frieden wieder, die sie einst gemeinsam am Herd kannten.

Wahnsinnige Frauen, die geschickt mit Dolchen umgehen und sich schnell und leichtfüßig bewegen. Im Blocken sind sie ungeübt und lassen sich selten auf einen direkten Schlagabtausch ein. Stattdessen weichen sie instinktiv zur Seite und schleudern in einem Augenblick mehrere Dolche. Diese Klingen waren vielleicht einst unter ihren Kopfkissen versteckt und dienten ausschließlich der Selbstverteidigung. Die Transzendenz hat all ihre Angst in Mordlust verwandelt, die sich gegen die Lebenden richtet.

Wahnsinnige, gehüllt in schmutzige weiße Gewänder. Rote Fäden durchziehen ihr grünschwarzes Fleisch und reichen bis hinauf zur Maske. Mit steifen, brutalen Bewegungen schwingen sie lange Hellebarden. Ein einziger schwungvoller Hieb stößt jeden zurück, der ihnen zu nahe kommt. Seit der Transzendenz verfaulen und zerfallen ihre Körper von Tag zu Tag … Die Vergangenheit, an der sie so verzweifelt festhalten wollten, schwindet mit ihnen: ein schützendes Dach über dem Kopf, eine Mahlzeit auf dem Herd, der Name eines Kindes … Nichts davon lässt sich zurückholen.

Banditen mit langstieligen Säbeln, die grobe, abgenutzte Rüstungen und dicke Masken zum Unterdrücken des Sha-Chi tragen. Ihre Säbelkunst ist nicht einmal zweitklassig. Lieber werfen sie ihren Gegnern Sand in die Augen, um deren Sicht zu trüben, und warten auf die Gelegenheit, einen tödlichen Hieb zu versetzen. Einst wollten sie dem Mandat beitreten. Sie wussten, dass es ein Geschenk brauchte, um von einem Meister aufgenommen zu werden. Doch egal, wie viele Körbe mit Getreide und Stoff sie auch anboten, niemand wollte sie vor eine Sekte bringen, um dort um Aufnahme zu bitten. Voller Wut töteten sie mehrere Mitglieder des Mandats, flohen tief in die Berge und nutzten die Kraft der Transzendenz, um so zu leben, wie es ihnen gefiel.

Erfahrene Banditen mit langstieligen Säbeln, Schilden und Langbögen. Keine dieser Waffen beherrschen sie meisterhaft, doch ihre Rücksichtslosigkeit genügt, um sich an allen dreien zu versuchen. Ihr grober, unorthodoxer Kampfstil kann überraschend brutal sein. Bietet sich eine Gelegenheit, ziehen sie ihre Bögen und schießen einen Pfeil ab. Lass dich von ihrem Spott nicht dazu verleiten, unbedacht vorzustürmen. Wenn sie mit ihren Säbeln auf die Schilde schlagen, ist das zugleich eine Herausforderung und ein Signal an ihre Gefährten, dich zu umringen. Denn was wären sie schon für „Meister“, wenn sie keine Schar von Gefolgsleuten hätten, mit der sie sich aufspielen könnten?

Berittene Banditen mit langstieligen Säbeln, Rundschilden und Langbögen. Vom Pferderücken aus bedrängen sie ihre Gegner mit brutalen Hieben und können selbst im Galopp rasch mehrere Pfeile abschießen. Auch ohne Pferd können sie sich mit ihren Waffen verteidigen. Dabei kämpfen sie genauso brutal und ungeschliffen wie die geschickteren Banditen. Wie ihr Anführer beneideten sie die Schüler des Mandats, die zu Pferd durch die Berge patrouillierten. Sie glaubten, ein Pferd würde auch ihr eigenes Ansehen steigern. Immer wieder stahlen sie Pferde von Karawanen und Poststationen. Mit ihren neuen Reittieren wurden ihre Überfälle und Raubzüge erfolgreicher als je zuvor.

Banditen mit gewissen Kenntnissen in der Flammensäbelkunst und einer Vorliebe für auffälliges Rot. Ihre Rüstung mag grob sein, doch ihre rote Kleidung ist kaum zu übersehen. Oft halten sie sich in der Nähe von Feuerstellen auf. Sobald ein Gegner erscheint, entzünden sie ihre ölgetränkten Klingen und schlagen mit den brennenden Waffen wild um sich. Feuer kann wilde Tiere vertreiben, aber auch den Unterschied zwischen Starken und Schwachen ausgleichen. Sie schöpfen Kraft aus dem Feuer. Die Transzendenz ist für sie nur eine weitere Flamme, die sie nutzen können.

Hagere, flinke Diebe, die einst geschickt Mauern erklommen und über Dächer liefen. Nun nutzen sie dieselben Fähigkeiten für Hinterhalte und um sich zu verbergen. Die Wurfmesser, die sie einst für ihre Einbrüche schärften, sind zu tödlichen Waffen geworden, die auf Kehlen zielen. Sie unterzogen sich einst der Transzendenz in der Hoffnung, reiche Haushalte auszurauben und armen Familien helfen zu können. Die komischen, lächelnden Masken auf ihren Gesichtern sollen zugleich das Sha-Chi unterdrücken und sie „harmlos“ wirken lassen. Doch am Ende verfielen sie dem Wahnsinn. Als die lächelnden Masken fleckig und schwarz wurden, ließen sie ihre Träger nur noch unheimlicher erscheinen.

Diebe mit grellbunten, lächelnden Masken. Sie gehen waghalsig vor und fordern ihre Gegner mit frechen Gesten heraus. Sie tragen mehrere Feuerdornen bei sich, die sie rasch hintereinander werfen, während sie ihre Feinde verspotten. Kurz nach dem Aufprall explodieren die Sprengkörper mit lautem Getöse und hinterlassen ein sengendes Flammenmeer.

Schüler der Schwarzwasserbande, die sich der Transzendenz unterzogen, um sich besser im Wasser bewegen zu können. Neben Kiemenspalten entwickelten sie hervorquellende Augen, breite Mäuler, dicke Lippen und blaugrüne Schuppen. Sie sehen aus wie Fische. Dank dieser Veränderungen können sie sich geschickt unter Wasser verbergen und durch das Wasser entkommen. Mit grotesken Gebärden verspotten sie ihre Feinde, bevor sie ihre Gefährten zu einem gemeinsamen Angriff zusammenrufen. Inzwischen findet man diese Wesen in fast jedem größeren Teich. Selbst sie haben wohl vergessen, wie sie einst damit prahlten, dem Mandat zu helfen und die Welt von den Maskenwanderern zu befreien.

Puppen, denen ein schlichtes, ehrliches Lächeln ins Gesicht geschnitzt wurde. Etwas anderes als lächeln können sie nicht mehr. Sie lächeln, wenn sie auf Feldrainen oder Steinwegen stürzen, sich mit Schlamm beschmieren und ihre hölzernen Körper Risse bekommen. Sie lächeln, wenn sie sich auf die Lebenden stürzen, als würden unsichtbare Fäden sie lenken.

Puppen in Gestalt von Dorffrauen mit fein geschnitzten Gesichtern. Vor etwa zwei Jahren tauchten sie hin und wieder im Dorf auf. Damals waren sie weder so beschädigt noch so unheimlich, und sie stürzten sich auch nicht auf die Lebenden, um sie zu kratzen. Die meisten Erwachsenen machten einen weiten Bogen um diese seltsamen Wesen. Neugierige Kinder hingegen scharten sich um sie und riefen manchmal lachend: „Dorfschönheit!“ Und manchmal hob die Dorfschönheit eine Hand und tätschelte einem Kind den Kopf.

Puppen in Gestalt alter Männer, deren Gesichter vor Qual verzerrt sind. Vielleicht ging etwas schief, als das Bewusstsein der Dorfbewohner in sie übertragen wurde. Bevor das Dorf dem Verfall anheimfiel, stritten seine Bewohner oft darüber, wer die Maskenwanderer vertrieben hatte. Manche schrieben es den Helden des Mandats zu, andere sagten, die Herrin habe sie beschützt. Die friedliebenden Alten griffen dann stets ein: Die Herrin habe die Helden des Mandats geschickt, um sie alle zu retten. Mit der Zeit zogen immer mehr Puppen durch das Dorf, während immer weniger Bewohner wach blieben. Nun erscheinen selbst beim erbittertsten Streit nur noch groteske Puppen, um zu schlichten. Sie reißen sich die Köpfe ab und schleudern sie nach den Streitenden.

Puppen in Gelehrtengewändern. In ihren Händen halten sie keine Bücher der Weisen, und über ihre Lippen kommen keine Worte der Tugend. Nur Chaotische Flammen strömen aus ihren Mündern, bereit, alles für die Herrin zu verbrennen. Nach mehr als einem Jahrzehnt mühevollen Studiums verließen diese Gelehrten aus einfachen Verhältnissen ihr Dorf und erkannten allmählich die Wahrheit: Mächtige Familien kontrollierten jeden Weg zu Rang und Ansehen. An den Tafeln der Reichen waren ihre hochfliegenden Ziele kaum mehr als ein Anlass zum Spott. Verzweifelt kehrten sie ins Dorf zurück und verehrten die Herrin Tag und Nacht. Selbst im Traum sehnten sie sich danach, dass sie ein reinigendes Feuer herabsenden und die Ungerechtigkeit der Welt niederbrennen möge.

Puppen in Gestalt von Dorfältesten, deren Köpfe von einem unheimlichen grünen Leuchten umgeben sind. Sobald sie jemanden sehen, reißen sie sich die Köpfe ab und schmettern sie zu Boden. Kurz darauf zerbersten diese und setzen eine gewaltige Giftwolke frei. Anfangs wehrten sich die Ältesten entschieden dagegen, die Ahnenhalle in einen Tempel der Herrin umzuwandeln. Jeden, der es vorschlug, beschuldigten sie, die Ahnen zu verraten. Als immer mehr Holzpuppen das Dorf bevölkerten, wurden ihre Einwände leiser. Schließlich begannen sie sogar, die roten Blumen anzulegen, die der Herold ihnen geschenkt hatte, bevor sie sich schlafen legten.

Große Puppen in Frauengestalt, die hölzerne Kinder „gebären“ können. Diese landen auf den Füßen und laufen sofort umher. Niemand wusste, wer das Rezept zuerst verbreitet hatte: Man koche eine Seidenblume, auf der Gebete um ein Kind stehen, in der Medizin des Herolds aus, trinke den Sud und lege sich mit einer roten Blume auf dem Gesicht schlafen. Dann würden Söhne und Töchter gewiss nicht lange auf sich warten lassen. Mit bangem Herzen befolgten sie den Rat. Als sie als Holzpuppen erwachten, waren sie zunächst fassungslos. Doch im nächsten Augenblick wich die Bestürzung heller Freude: Sie konnten „Kinder gebären“, wann immer sie wollten … Hi-hi. Die Herrin erhörte wahrhaftig ihre Gebete!

Vollständige Puppen in Frauengestalt, geschmeidig und flink. Sie sind feiner gearbeitet und bestehen aus leichteren Materialien als die Puppen im Dorf. Als würden Fäden sie lenken, verdrehen sie Rumpf und Glieder in unmögliche Winkel und führen unvermittelt tödliche Schläge aus. Die Puppenbauer raubten dem Bewusstsein, das sie in diese Körper übertrugen, fast alle Erinnerungen, Gefühle und Menschlichkeit. Geblieben sind nur der Instinkt zum Töten und die Überzeugung, als Waffe geboren worden zu sein.

Vollständige Puppen in kräftiger Männergestalt. Sie sind feiner gearbeitet und bestehen aus widerstandsfähigeren Materialien als die Puppen im Dorf. Selbst wenn ihre Körper von Rissen durchzogen sind, brechen sie nicht auseinander. Als würden Fäden sie lenken, verrenken sie sich auf unnatürliche Weise und führen blitzschnell tödliche Schläge aus. Die Puppenbauer nahmen dem übertragenen Bewusstsein die Fähigkeit, Schmerz zu empfinden, bewahrten aber gezielt seine Beharrlichkeit. So wurden diese „Waffen“ noch unerbittlicher und furchtloser, zugleich aber auch kälter und gefühlloser.

Unvollständige Yang-Puppen, die sich auf ihren Armen fortbewegen. Sie huschen auf unnatürliche Weise über den Boden, ehe sie sich auf ihre Feinde stürzen. Vielleicht gehörte das Bewusstsein, das in ihnen gefangen ist, einst Kampfkünstlern und verleiht ihnen diese Wildheit. Doch von ihrer Vergangenheit lässt sich nichts mehr zurückholen. Nun unterscheiden sie sich nicht mehr von rasenden Hunden.

Unvollständige Yang-Puppen ohne Oberkörper und Kopf, nur mit Hüften und Beinen. Dennoch treten und trampeln sie um sich und stürmen blindlings voran. Kaum ein Rest Bewusstsein ist in ihnen verblieben. Nur der Überlebensinstinkt hält diese zerstörten Körper noch in Bewegung.

Yin-Puppen mit Schwertern und Rundschilden aus Messing, die jede Schwäche ihrer Gegner erkennen. Geschickt lenken sie Angriffe mit dem Schild ab und kontern sofort mit ausgefeilten, vielseitigen Techniken. Als die Dorfbewohner diese Puppen zum ersten Mal mit Messingschwertern gegen Maskenwanderer kämpfen sahen, hielten sie es für ein Wunder. Die Waffen ähnelten rituellen Gerätschaften, und so glaubten sie, den Schutz der Herrin leibhaftig vor sich zu sehen. Sie ahnten nicht, dass in jeder Puppe das Bewusstsein eines Kämpfers des Mandats steckte, der jahrelang gegen Maskenwanderer gekämpft hatte … Das Wunder, das sie so dankbar verehrten, war nur ein Schauspiel, das die Puppenbauer inszeniert hatten.

Yang-Puppen, die geschickt mit Speeren und Rundschilden aus Messing kämpfen. Ihre Gelenke und ihr Gleichgewicht sind sorgfältig auf heftige Angriffe und eine standfeste Verteidigung abgestimmt. Selbst wenn ihre Schilde zerbrechen, kämpfen sie mit dem Speer in der Hand bis zum Ende. Der Körper einer Puppe ermüdet nie, und das Bewusstsein darin findet niemals Schlaf. In seinem hölzernen Gefängnis bleibt ihm nur, immer wieder den Hass auf seine Gefangenschaft zu durchleben. Sie haben kein Gesicht, das Zorn zeigen könnte, keine Kehle und keine Zunge, um ihrer Qual Ausdruck zu verleihen. Ihr zerrütteter Geist hat sogar vergessen, wie er seinem Elend Luft machen kann. All ihre Wut muss in die Spitzen ihrer Speere fließen.

Blau gewandete Schwertkämpfer, deren Gesichter zu leeren Höhlen geworden sind. Schon zuvor waren sie den weiß gewandeten Schülern, die sie befehligten, überlegen. Nach der Perfekten Transzendenz wurde ihre Schwertkunst noch furchterregender: schnell wie der Wind, unerbittlich und treffsicher. Ob freiwillig oder nicht, nach der Transzendenz waren sie Feinde des Mandats und wussten nicht mehr, wohin sie sich wenden sollten. Auch Pangzhen war inzwischen eine tote Stadt. Dort würden sie keine Zuflucht finden. Dennoch sehnten sie sich danach, dem Lager des Mandats zu entkommen und nach Pangzhen zu gelangen, um ihre Heimat ein letztes Mal zu sehen. Vielleicht könnten sie sogar ein paar Nachbarn oder Angehörige retten …

Blau gewandete Speerkämpfer, deren Gesichter zu leeren Höhlen geworden sind. Einst befehligten sie die weiß gewandeten Schüler. Ihre Speerkunst war meisterhaft, jede Bewegung wohlüberlegt. Ein einziger gerader Stoß zur Kehle konnte ihren Schülern genug Stoff für zwei Wochen Übung geben. Als die Folgen der Perfekten Transzendenz immer schwerer wogen, wussten sie, dass ihre Tage gezählt waren. Sie beschlossen, nach Pangzhen zu ziehen und mit ihren veränderten Kräften so viele Maskenwanderer wie möglich zu töten. Auch hatten sie sich vorgenommen, ihrem Leben ein Ende zu setzen, bevor sie zu seelenlosen Hüllen wurden. Doch als sie ihre Speere gegen sich selbst richteten und die kalten Spitzen an ihren Kehlen spürten, zögerten einige für einen kurzen Augenblick …

Blau gewandete Lanzenkämpfer, deren Gesichter zu leeren Höhlen geworden sind. Mit gesenkten Speeren stürmen sie zu Pferd heran und legen die ganze Wucht des Galopps in jeden tödlichen Stoß. Wird ihr Ansturm durch einen Angriff gebremst, wenden sie ihre Pferde und schlagen zurück. So ist es schwer, an sie heranzukommen. Viele verdankten ihre blauen Gewänder eher ihren Beziehungen als ihrem Können. Doch mit den Gewändern kamen auch Scham und Unzufriedenheit … Manche wandten sich der Perfekten Transzendenz zu, in der Hoffnung, sich ihrer Stellung würdig zu erweisen.

Heiler mit blutbefleckten Masken. Anstelle ihrer Arme tragen sie Ranken, mit denen sie Schülerinnen Sha-Chi und Lebenskraft entziehen, um sich selbst und Maskenwanderer zu heilen. Nur den Lebenden können sie nicht mehr helfen. Haben sie ihre Arme abgetrennt, um die Transzendenz zu durchlaufen, oder suchten sie nach der Transzendenz, um sich nach dem Verlust ihrer Arme zu verbessern? Sie haben es vergessen, und es kümmert sie nicht mehr. Diese Heiler haben ihr Herz verloren und sich der Süße von Blut und Lebenskraft hingegeben.

Eine anmutige Musikerinnenpuppe, die eine Zither in den Armen hält. Unter ihren klaren, hellen Klängen verbirgt sich aber etwas Tödliches. Musik, die zum Töten bestimmt ist, kann nicht länger im Einklang bleiben. Deshalb wirft das Blocken ihrer blauen Schallwellen die nachhallenden Töne auf sie zurück. Als die Seuche durch Pangzhen zog, flohen die meisten ihrer Mitmusikerinnen. Sie hatten niemanden mehr, an den sie sich wenden konnten. Ein Mann hatte versprochen, sie abzuholen, damit sie gemeinsam fliehen könnten. Sie klammerten sich an die Zithern, von denen ihr Lebensunterhalt abhing, und warteten und warteten … Doch derjenige, nach dem sie sich sehnten, kam nie. Stattdessen ereilte sie die verbotene Kunst der Seelenversetzung.

Zarte, fein gearbeitete Sängerinnenpuppen. Von der Wange bis zum Hals klafft ein entsetzlicher Hohlraum. Er wurde von ihren verzweifelten Hilfeschreien aufgerissen, als man ihr Bewusstsein in ihnen einschloss. Ihre einst schönen Stimmen sind zu heiseren Schreien geworden. Immer wieder greifen sie an ihre Kehlen und finden nur die klaffende Leere. Von Verwirrung und Schmerz getrieben, fallen sie mit ihren Klauen über die Lebenden her. Sie versuchen, deren Kehlen aufzureißen und ihre verlorenen Stimmen aus dem warmen Fleisch darin zurückzuholen.

Baishan-Späherinnen, die die Perfekte Transzendenz durchlaufen haben. Wild und tödlich setzen sie mächtige Beintechniken ein und bewegen sich wie der Wind in den Kampf hinein und wieder hinaus. Mit Handarmbrüsten bewaffnet, sind sie Meister der Scharmützel und schießen ihre Bolzen in dem Moment ab, in dem sie den Weg eines Feindes kreuzen oder sich in dessen toten Winkel schleichen. Die Perfekte Transzendenz mag verborgene Risiken bergen, doch Gefahr ist ihnen nicht fremd. Feindliche Reihen auskundschaften, Informationen überbringen, an Orte vordringen, von denen nur wenige zurückkehren … Jeder Schritt durch das Wulin ist voller Gefahren. Wenn sie nicht bereit sind, Risiken einzugehen, wie sollen sie dann die Baishan-Sekte schützen, die um ihr Überleben kämpft?

Baishan-Wächterinnen, die die Perfekte Transzendenz durchlaufen haben. Mit einer schnellen Bewegung der Handgelenke wirbeln ihre Zwillingsdolche wie verstreute Blüten, während kurze Klingen zwischen den Schlagabtauschen wie Meteore aufblitzen. Ihre einst anmutigen, geschmeidigen Bewegungen sind geblieben, nun jedoch durch eine kühlere und entschlossenere Schärfe verfeinert. Sie erlebten die Unruhen der Baishan-Sekte, sahen die von Dugu Linghe verursachte Tragödie und wie Bi Taotao in der Krise die Führung übernahm. Der Weg zur Wiederherstellung der Sekte war lang und beschwerlich. Sie schworen, ihrer Sektenführerin beizustehen und die drei Säulen von Kunlun im Kampf gegen die Maskenwanderer zu unterstützen … Doch wohin sind die drei Säulen verschwunden? Und standen sie ihnen jemals ebenso zur Seite?

Wahnsinnige in roten Gewändern, die entsetzliche Großklingen tragen. Ihre Körper wirken hager und gebeugt, doch wenn sie diese schweren Waffen schwingen, entfesseln sie eine unheimliche Kraft. Jeder Hieb zerreißt die Luft. In ihren Angriffen liegen weder Form noch Disziplin, nur der wilde Drang, alles Lebendige vor ihnen zu zermalmen. Auf das Mandat war kein Verlass. Ebenso wenig auf Familie, Freunde, Geliebte, Götter oder Buddhas. Also legten sie sich auf den Transzendenztisch. Sie hofften, sich allein mit ihren Händen und einer Klinge einen Weg durch diese hoffnungslose Welt zu bahnen.

Handverlesene Schattenwächter unmittelbar unter Zuo Shangs Befehl. Von Kopf bis Fuß ganz in Weiß gekleidet, sind sie kühl, gefasst und lassen sich selbst im Kampf nicht aus der Ruhe bringen. Im Nahkampf sind sie tödlich und beherrschen Angriff wie Verteidigung. Zwischen schnellen, entschlossenen Klingenhieben feuern sie ihre Pistolen ab. Ob nah oder fern, ihre unerbittlichen Angriffe lassen kaum eine Lücke. In den gefährlichen Straßen von Pangzhen führen sie Patrouillen wie Schatten an. Sie riegeln Straßen ab und besetzen Höfe, um die gesamte Stadt unter die Kontrolle des Schattenfürsten Zuo Shang zu bringen.

Schattenwächter-Musketiere des Ordens, die sich häufig an hohen Dachvorsprüngen und auf Dächern verbergen. Ihre Waffen haben eine außergewöhnliche Reichweite. Damit schalten sie Gegner aus großer Entfernung mit präzisen Schüssen aus oder nehmen sie nach kurzem Zielen mit raschen Schussfolgen unter konzentriertes Feuer. Anders als ihre auf den Nahkampf bedachten Gefährten besitzen diese im Schatten lauernden Auftragsmörder weit mehr Geduld und Skrupellosigkeit. Schweigend warten sie auf den richtigen Augenblick und ziehen dann mit tödlicher Präzision den Abzug.

Ein Mörder der Fadenbinder-Sekte mit einer Großkopfpuppenmaske. Das Lächeln auf der Maske wirkt neben der gewaltigen Klinge, die er führt, umso unheimlicher und furchterregender. Sie glauben abergläubisch an die Techniken der Zentralen Ebenen. Diese Masken sollen das Leben verlängern, das Böse abwehren und die Rückwirkungen der Transzendenz unterdrücken. Ebenso fest glauben sie, dass darstellende Künste und Akrobatik göttliche Macht in den Körper leiten können. Deshalb übernahmen sie deren Bewegungen in ihre Kampfkunst und entwickelten eine wilde, ungeordnete Schwertkunst, bei der Klingen wie Klauen und Reißzähne aufblitzen. Ob diese unorthodoxen Praktiken tatsächlich solche übernatürliche Macht besitzen, weiß niemand. Gewiss ist nur, dass ihre Körper nach und nach verkümmerten, bis sie kaum größer als Kinder waren.

Schüler des Mandats mit schweren mechanischen Armbrüsten, die meist auf erhöhten Plattformen Wache halten. Schwere Rüstungen und Waffen machen sie langsam. Beim ersten Anzeichen von Gefahr stoßen sie einen schrillen Pfiff aus und eröffnen dann das Feuer. Kommen Gegner zu nahe, schwingen sie die schwere Armbrust wie eine Schlagwaffe. Diese Wachen hatten die tief verwurzelte Verderbtheit des Mandats längst erkannt. Bevor Huangxing die Perfekte Transzendenz einführte, blieb es bei leeren Worten, wenn es darum ging, die alten Missstände zu beseitigen. Danach hatten sie endlich die Macht, sie mit Gewalt auszumerzen.

Wahnsinnige Frauen in ramponierten Rüstungen, die mit ihren Speeren heftig zustoßen, weit ausschwingen und zuschlagen. Ihre Techniken sind wild, ihr Sha-Chi ist beißend kalt. Gewöhnliche Menschen können sich ihnen nicht nähern. Wer den richtigen Augenblick abpasst und ihnen den Speer entreißt, kann ihn gegen sie wenden. Einst übten sie die Speerkunst beim Mandat, trugen Rüstungen und stellten sich den Maskenwanderern entgegen. Als das Mandat die Perfekte Transzendenz vorantrieb, unterzogen sie sich ihr ohne Zögern.

Elitekämpfer unter Huangxing. Schwarze Eisenmasken mit Goldlinien verbergen ihre Gesichter. Über ihren Rüstungen tragen sie braune Pelze, mit denen sie auf ihren Wegen durch die Berge mit Gras und Bäumen verschmelzen. Sie beherrschen Bogen und Schwert. Bringen ihre Pfeile die Beute nicht zu Fall, rücken sie näher und gehen zum Nahkampf über. Einst gehörten sie zum Mandat. Von dessen Heuchelei angewidert, hatten sie sich längst aufs Land zurückgezogen. Als Huangxing sie zurückrief, durchliefen sie mit ihm die Perfekte Transzendenz. Sie hofften, ihm zu helfen, die Gerechtigkeit zu wahren und jede Verderbnis und Ungerechtigkeit auszurotten … Die Pfeile, die einst Hasen und Wildgänse erlegten, haben nun lebende Menschen im Blick.

Huangxings Elitewachen führen kurze Klingen und sind für ihre schnellen, unberechenbaren Schritte bekannt. Im Kampf schleudern sie Wurfmesser aus der Bewegung heraus. Mit Geheimkünsten können sie sich den Blicken entziehen und ohne Vorwarnung wieder auftauchen. Die Perfekte Transzendenz gab ihnen die nötige Kraft. Nie wieder würden sie sich von unfähigen Anführern aufhalten lassen, eitlen und korrupten Menschen schmeicheln oder Heuchlern, die ihre Macht missbrauchten, ihren Wert beweisen müssen. Also legten sie glänzende goldene Masken an und beschlossen, die Verderbtheit ein für alle Mal aus dem Pfad der Rechtschaffenheit zu reißen.

Huangxings persönliche Elitewachen tragen Schwarz und führen breite, schwere Klingen. Ihre Techniken sind wild und überwältigend. Mit bloßer Kraft brechen sie durch die Geschicklichkeit ihrer Gegner. Sie bewegen sich wie Geister, verschwinden im Nu und tauchen erst wieder auf, wenn ihre Klingen bereits auf die Köpfe ihrer Gegner niederfahren. Von Natur aus sind sie ehrlich und umgänglich und begegnen anderen selten mit Härte. Zehn Jahre lang dienten sie dem Pfad der Rechtschaffenheit und blieben doch weitgehend unbekannt. Redegewandte Opportunisten hingegen strichen die Verdienste und das Lob ein. Längst hatten sie sich daran gewöhnt. Bis jene Gefährten, mit denen sie Kämpfe auf Leben und Tod bestanden hatten, einer nach dem anderen an Wunden und Krankheiten starben, während sie auf Verstärkung warteten, die nie kam.

Schüler der Schwarzwasserbande, die für das Angeln leben. Im Kampf ziehen sie mit ihren Angelruten allerlei Unrat aus dem Wasser und schleudern ihn auf ihre Gegner. Ursprünglich traten sie der Schwarzwasserbande nur bei, um Zugang zu ihren hervorragenden Fischgründen zu erhalten. Später begeisterten sie sich jedoch für die Idee, mit ihren durch die Transzendenz veränderten Körpern dem Pfad der Rechtschaffenheit zu dienen. Wäre alles anders gekommen, säßen sie vielleicht immer noch an Bord ihres ramponierten kleinen Bootes, würden ihre Tage mit Angeln und Garnelenfang verbringen und bei Gelegenheit ein paar Gläschen trinken.

Schüler der Schwarzwasserbande mit Kraken um den Hals. Ihre Tritte sind wild und brutal. Sie tragen eigens angefertigte Sprenggeschosse. Sobald ein Ziel getroffen wird, fächern sich Blitze auf, lähmen seine Glieder augenblicklich und halten es an Ort und Stelle fest. Die Nachricht vom Wüten der Maskenwanderer brachte ihr Blut in Wallung. Mit der Transzendenz und selbst gefertigter Munition wollten sie die Maskenwanderer vollständig vernichten.

Diebe, die von Giftnebel umhüllt sind. Auch ihre Wurfmesser sind mit demselben Gift bestrichen. Sie nutzen das Wasser als Versteck und warten auf die Gelegenheit, aus dem Hinterhalt zuzuschlagen. Vor Jahren ging ein Diebstahl schief. Auf ihrer panischen Flucht stürzten sie in stehendes, verseuchtes Wasser. Eine seltsame Krankheit befiel sie und ließ ihre Körper verfaulen und giftig werden. Die Transzendenz konnte die Fäulnis in ihren Organen nicht aufhalten. Doch wenigstens spüren sie die Schmerzen nicht mehr. Unter ihren lächerlich lächelnden Masken bleiben nun kaum mehr als verrottende, wahnsinnige Körper.

Schüler der Schwarzwasserbande mit fischkopfförmigen Taucherhelmen und Speeren. Ihre ausladenden Hiebe schlagen wie Wellen ein, während sie mit der Beweglichkeit von Fischen springen. Sie können ihre Speere auch durch die Luft schleudern, um ihre Beute aufzuspießen. Die Taucherhelme dienten ursprünglich ihren Unterwassertechniken. Ihre Fischgestalt sollte Glück bringen, damit sich ihre Träger im Wasser ebenso heimisch fühlten wie Fische. Doch seit sie die Helme den ganzen Tag fest verschlossen tragen, um ihr Sha-Chi zu unterdrücken, sehen ihre Köpfe immer mehr wie die von Fischen aus.

Schüler der Schwarzwasserbande mit fischkopfförmigen Taucherhelmen. Sie führen schwere Klingen mit abgerundeten Spitzen wie die Blätter eines Ruders. Zum Zustoßen eignen sich diese Waffen kaum. Stattdessen führen sie damit rasche, kraftvolle Hiebe, umhüllt von brodelndem Sha-Chi. Schlagen sie die schweren Klingen auf das Wasser, können sie gewaltige Wellen auf ihre Gegner zutreiben. Anfangs schien die Perfekte Transzendenz nur größere Kraft zu bringen, während ihr Verstand vollkommen klar blieb. Von der Wirkung begeistert, drängten sie auch ihre Freunde dazu, sich ihr zu unterziehen. Sie wollten ihre Reihen stärken und die Maskenwanderer vernichten.

Das Schießpulver der Himmelsdonner-Sekte war bereits verheerend. Doch einigen Schülern genügte es nicht. Sie mischten Gift hinein und machten es noch tödlicher. Mit der Zeit forderte das Gift seinen Tribut. Bei den am schwersten Betroffenen wurde die Haut grün, und eiternde Geschwüre überzogen ihre Körper. Verzweifelt auf der Suche nach Heilung verbanden sie die Transzendenz mit Gift. In den „Bomben“ auf ihren Rücken wollten sie sowohl Giftgas als auch Sha-Chi speichern. Am Ende machten sie sich selbst nur zu einer weiteren der „neuen Waffen“ der Himmelsdonner-Sekte.

Mönche des Kuye-Tempels, die der Transzendenz unterzogen wurden und nun im Sha-Chi-Turm Wache halten. Tag für Tag ergießt sich glühend heißes, flüssiges Eisen über ihre Körper. Doch sie bleiben reglos, als seien sie ein Teil des Stahlturms selbst geworden. Dringen Lebende ein, treibt das Sha-Chi sie zum Handeln. Dann entfesseln sie jene Fausttechniken zur Dämonenbezwingung, die sie einst übten. In letzter Zeit wurde Pangzhen von seltsamen Erscheinungen heimgesucht. Zuerst kam es zu dem Vorfall im Anwesen der Trugbilder, dann breitete sich die Schlafkrankheit aus. Als Gläubige von seltsamen Geräuschen aus dem Sha-Chi-Turm berichteten, verließen die Mönche den Kuye-Tempel, um deren Ursprung zu untersuchen.

Mönche des Kuye-Tempels, die der Transzendenz unterzogen wurden und nun nur noch als Wächter des Sha-Chi-Turms dienen. Ihre Waffen sind Neunringklingen, die mit ihren stählernen Körpern verschmolzen zu sein scheinen. Ihre großen Brüder hatten den Sha-Chi-Turm betreten, um ihn zu untersuchen, waren aber nicht zurückgekehrt. Das bereitete ihnen große Sorge. Der Turm war einst ein Ort der Transzendenz gewesen, und noch immer befanden sich viele seltsame Vorrichtungen darin. Wenn jemand mit bösen Absichten sie nutzte, könnten die Folgen verheerend sein … Beunruhigt betraten sie den Turm, um ihre Brüder zu suchen.

Mönche des Kuye-Tempels, die nun nur noch als Wächter des Sha-Chi-Turms dienen. Ihre verwitterten Mönchsstäbe, mit denen Kriegermönche einst ihre Gegner bezwangen, sind im Lauf der Jahre dunkel und abgenutzt geworden. Jetzt führen sie mit brutaler Kraft Hiebe, Schwünge, Stöße und weite Schläge gegen jeden lebenden Eindringling aus. Erst als das Sha-Chi sie verschlang, erkannten sie die Wahrheit: Jeder ungewisse Hinweis, dem sie gefolgt waren, gehörte zu einer Falle, die sie in den Turm locken sollte.

Schüler der Schwarzwasserbande, die Eistechniken mit der Transzendenz verbinden. Sie führen Halbmondsicheln, die bei jedem Schwung bittere Kälte hinter sich herziehen. Geschickt verbergen sie ihre Anwesenheit im Schnee und warten auf die Gelegenheit, ihre Beute aus dem Hinterhalt anzugreifen. Einst waren sie begeisterte Eisfischer, die Jahre in eisigen Gewässern verbrachten. Nun sind sie zu furchterregenden Jägern im Schnee geworden. Schlage mit dem Loong-Dreizack auf den Schnee, um ihre Tarnung zu brechen und sie sichtbar zu machen.

Musikerpuppen mit Instrumenten aus Eis in den Armen. Unter ihren Fingern werden kalte Töne zu Frostklingen und lassen das Land um sie herum gefrieren. Das in ihnen versiegelte Bewusstsein gehörte einst berühmten Musikern. Mit ihrer Musik verliehen sie Freude und Leid und dem Leben in der Welt der Sterblichen Ausdruck. Nun sind sie in diesen gefrorenen Hüllen gefangen und können nur noch immer wieder Musik des Tötens spielen.

Puppenzitherspielerinnen in weißen Gewändern, mit weißem Haar und Zithern im Arm, umgeben von kaltem Nebel. Ihre Musik birgt tödliche Gefahr. Wer die blauen Schallwellen blockt, die sie aussenden, lenkt die nachhallenden Töne gegen sie zurück. Zunächst brachten ihnen Angehörige des Wulin einige Phantomkünste bei. Schnee tanzte von ihren Saiten und verlieh ihren Darbietungen neuen Glanz. Dann kamen ein paar Silberstücke, genug, um sie dazu zu bewegen, Lieder und Texte für die Herrin zu verfassen. Zuletzt kamen eine Rezeptur und eine Schale Medizin. „Trinkt das, dann werdet ihr nicht von der seltsamen Krankheit befallen und zu Puppen.“

Schattenattentäter der Fadenbinder-Sekte, die mit seltsamen, unberechenbaren Techniken kämpfen. Mal stützen sie ihre Klingen auf den Boden und gleiten dicht darüber vorwärts. Dann springen sie plötzlich in die Luft und stoßen mit ihren Zwillingsklingen aus verdrehten, unnatürlichen Winkeln zu. In Raserei geraten, reißen sie sich rücksichtslos das lange Schwert aus dem Scheitel und schlagen mit raschen, grausamen Hieben um sich. Sie polieren ihre Klingen mit dem Blut der Besiegten oder lassen ihr eigenes Blut in die Erde sickern.

Yang-Puppen mit Handkanonen aus einer Legierung. Ihre rechte Hand ist vollständig durch eine Schusswaffe ersetzt. Den Gegner zu vernichten, ist der einzige Sinn ihres Daseins. Sie erinnern an einen alten Freund von Soul. Nachdem dieser seinen rechten Arm verloren hatte, setzte auch er eine Kanone an dessen Stelle. Doch Souls alter Freund war ein Mensch aus Fleisch und Blut, mit Gefühlen und Ehre … Niemand sollte zu einer solchen Mordwaffe werden.

Puppen, die von Kopf bis Fuß mit Gold überzogen sind. Vom Ellbogen abwärts ersetzen gewaltige Handstacheln ihre beiden Unterarme. Das Bewusstsein, das in ihnen versiegelt ist, gehörte einst Schülern des Mandats, die vor der Statue der Herrin knieten. Die Fadenbinder ließen sie einen Blick auf etwas weit Größeres in der Dissonanz werfen. Zuerst überwältigten sie Furcht und Ehrfurcht. Danach blieb ihrem zerrütteten Geist nur noch Hingabe. Um diesem verdrehten Glauben zu dienen, rissen sie ihre schwachen Puppenarme ab und ersetzten sie durch tödliche Stacheln. Sie töten jeden, der die Herabkunft der Herrin verhindern könnte. Sie gossen sich sogar flüssiges Gold über die Körper und formten sich zu Gestalten, von denen sie hofften, dass sie ihr gefielen. All das für das kleinste Zeichen ihrer Gunst.

Puppen, die Schirme mit rasiermesserscharfen Eisenzähnen führen. Wenn sich ihre Schirme drehen, entfesseln sie einen tödlichen Angriff nach dem anderen. Dennoch sind ihre Bewegungen prachtvoll und anmutig, denn die Herrin des Schleiers bevorzugt alles Elegante. Das Bewusstsein, das in diese Puppen übertragen wurde, gehörte einst Darstellerinnen im Anwesen der Trugbilder. Früher tanzten sie in den Höfen mit Seiden- und Papierschirmen, um ihr Publikum zu erfreuen. Heute führen sie für die Herrin einen mörderischen Tanz auf. Es hat ihnen stets ein letzter Schritt gefehlt, um zu Puppen der „Gefäßklasse“ zu werden. Doch das spielt keine Rolle. Der Herrin zu dienen, ist die höchste Ehre, selbst wenn sie dabei in Stücke zerschmettert werden.

Yang-Puppen mit Speer und Schild, umhüllt von einer gespenstisch violetten Aura. Ihre Schilde zeigen ein zorniges Gesicht mit weit aufgerissenem Maul, das ihre Gegner einschüchtern soll. Ihre Verteidigung steht fest wie eine Eisenmauer, und aus dem Schildmaul können Chaotische Flammen hervorbrechen. Ihre Speerkunst ist grausam und unberechenbar. Selbst wenn sich Risse über ihre Körper ziehen, weichen sie nicht zurück. Durch erbarmungslose Prüfungen ausgewählt und zu Waffen ausgebildet, haben sie die Gefühle aus ihrem menschlichen Leben längst verloren. Was von ihrem zerrütteten Bewusstsein bleibt, wird von einem einzigen, unerschütterlichen Glauben getragen: Wenn die Herrin herabsteigt, wird sie ihnen neue Körper schenken, mit denen sie die neue Welt betreten können.

Yang-Puppen mit schweren Hellebarden und scharfen Klingen statt Füßen. Diese gleiten über den Boden wie über Eis und lassen sie gleitend und wirbelnd plötzlich angreifen. Dabei treiben sie die bis in die Knochen dringende Kälte, die sich an ihren Hellebarden gesammelt hat, in ihre Gegner. Sie alle entschieden sich freiwillig dafür, zu Puppen zu werden. Ihre Körper aus Fleisch und Blut waren im Kampf für die Herrin bereits zugrunde gerichtet worden. Also warfen sie sie ab und setzten das Töten mit unerschütterlicher Hingabe in kalten Hüllen fort, die niemals bluten oder ermüden.

Schwebende Köpfe von Yin-Puppen, deren Gesichter zu grotesken Formen verzerrt sind. In ihren zertrümmerten Schädeln brennen unaufhörlich Chaotische Flammen. Die Schrecken der Dissonanz verbrannten ihre Körper und zwangen das darin gefangene Bewusstsein, etwas zu erblicken, das alles vernichten könnte. Seitdem sind sie für immer in Wahn und Verwirrung gefangen. Fast ohne Pause kreischen sie, verzweifelt darauf bedacht, den grauenhaften Abgrund, den sie einst erblickten, in den Geist jedes lebenden Menschen zu zwingen, dem sie begegnen.

Ein Mädchen mit einer Großkopfpuppenmaske, deren eine Hälfte strahlend lächelt, während die andere weint. Tag für Tag wartete sie auf ihren Vater, Nacht für Nacht weinte sie in ihr Kissen. Vielleicht tränkten ihre Tränen eine Seite der Maske und verliehen ihr diesen seltsamen Ausdruck aus Freude und Trauer. Ihr Vater wollte sie fern von der Gewalt des Wulin halten und hoffte, dass sie ein friedliches, glückliches Leben führen würde. Vor seinem Tod hinterließ er einen Brief, in dem er sie vor den Verlockungen böser Geister warnte … Doch er erreichte sie nie. Ohne ihren Vater hatte sie kein Zuhause mehr. Sie vertraute den maskierten Mitgliedern der Fadenbinder-Sekte und glaubte, sie könnten ihr helfen, ihn zu finden. Stattdessen unterzogen sie sie der Transzendenz und setzten ihr die Maske auf, die sie nie wieder ablegen sollte. Noch immer sucht sie nach ihrem Vater. Gefunden hat sie aber nur Puppen, die ebenso einsam und hilflos sind wie sie selbst. Sie nennt sie „Freunde“. Gemeinsam halten sie Vorbeiziehende auf und suchen nach Spuren ihrer Angehörigen. Wer ihr etwas antun will, muss zuerst an ihren „Freunden“ vorbei.