Meister Bi Yuan von der Tianxuan-Sekte
Auf dem Statuenplatz steht Meister Bi Yuans Körper. Seine abgetragenen daoistischen Gewänder können seinen unbeugsamen Geist nicht verbergen. Er führt das Tianxuan-Bronzeschwert, eine stumpfe, schwere Klinge mit schwach schimmernden Rautenmustern. Schwert und Körper bewegen sich wie eins, Angriff und Verteidigung gehen fließend ineinander über. Unzählige Klingen aus Schwertenergie fliegen umher und machen es schwer, sich ihm zu nähern.
Bi Yuan kümmerte sich wenig um die Geheimnisse des himmlischen Weges oder die Vervollkommnung seiner Kampfkunst. Unbeschwert zog er durch die Welt, vertrieb Geister aus Dörfern und jagte Dämonen auf den Feldern. Vor einigen Monaten kam er am Dorf Lu vorbei. Er sah, wie sich Puppen ausbreiteten und rote Blumen die Gesichter von Göttern und Buddhas bedeckten. Beunruhigt schrieb er einem alten Freund, verließ seine Sekte und kehrte zurück, um der Sache auf den Grund zu gehen.
Er fand Menschen und Puppen gleichermaßen verwirrt und verloren vor. Sie glaubten den Lügen des Herolds des Schleiers. Bi Yuan erhob sein Schwert, um Widerstand zu leisten. Doch die qualvollen Schreie der Puppen ließen ihn zögern, und in diesem Augenblick fesselten ihn die Fäden des Herolds.
Nun ist sein Körper gefallen, und die Puppen am Brunnen haben ihre Seelen freigegeben, damit sie wieder frei umherwandern können. Das Dao bleibt ewig namenlos, verborgen jenseits aller Namen. Bi Yuan bereut nichts. Hätte er eine zweite Gelegenheit, würde er denselben Weg noch einmal gehen.