Hua Qianxiao, der Schwertfanatiker
Ein Schwertkämpfer in Blau steht betrunken auf der Brücke nach Pangzhen und gießt Wein über seine Maske. Er wartet auf den Mann, der einst sein Schwert zerbrach.
Hua Qianxiao widmete sein Leben der Schwertkunst und stand lange an ihrer Spitze. Dann wurden jene, die ihm nur knapp unterlegen waren, mühelos von Maskenwanderern besiegt, während mittelmäßige Kämpfer über Nacht Meister des Wulin stürzten. Die Botschaft war klar: Ohne Transzendenz würde die neue Zeit ihn hinter sich lassen.
Er überließ die Entscheidung dem Wein. Ein Becher bedeutete Ja, der nächste Nein. Als er nicht mehr trinken konnte, hatte er vergessen, welche Antwort zuletzt gekommen war. Vielleicht half ihm der Rausch, den Preis zu vergessen.
Danach fand Hua Qianxiao stärkere Gefährten. Die Anhänger des Pfads der Rechtschaffenheit, die ihn verurteilten, fielen seiner Klinge allzu leicht zum Opfer und boten ihm wenig Genugtuung. Erst als die Säulen von Kunlun den geheimnisvollen Orden um Hilfe baten, fand er wieder etwas, auf das er sich freuen konnte.
Niemals hätte er gedacht, dass seine kostbare, fünf Fuß lange Klinge zerbrechen würde. Ebenso wenig, dass ihn jeder Blick auf die Bruchstelle noch lauter lachen und noch wilder kämpfen ließe. Doch kein Lachen konnte die Besessenheit eines betrunkenen Schwertkämpfers lindern.