Eine Puppe, die unter dem Karmesin-Anwesen eingesperrt ist. Fleisch und Klingen, die aus ihrem Körper ragen, sind unentwirrbar miteinander verwachsen. Ein Großschwert durchbohrt ihre Wirbelsäule, und eine gewaltige Sense aus einer Metalllegierung ersetzt ihren linken Arm. Inmitten dieses entstellten Fleisches sitzt ein filigraner Kristallaugapfel, der hier grotesk fehl am Platz wirkt. Er ist einer der beiden Kristallaugäpfel, mit denen sich Puppe Nr. 99 erwecken lässt.
Beim Anblick von allem, was lebt, schwingt der Plünderer seine Sense in wilden Hieben und rollt seinen massigen Körper nach vorne, um seine Beute zu zermalmen. Seine Bewegungen sind langsam und unbeholfen, ohne jede Technik. Dennoch strömt Sha-Chi aus ihm hervor.
Er ist ein Versuchsobjekt des Herolds, geschaffen aus den Überresten eines stämmigen Muskelmannes mithilfe von Puppentechniken und den Künsten der Fadenbinder. Doch das Experiment geriet außer Kontrolle: Der Körper schwoll an und verformte sich unaufhaltsam. Keine noch so große Zahl an Masken konnte das in ihm tobende Sha-Chi bändigen. Selbst ein Großschwert, das seinen Leib durchbohrte, vermochte ihn nicht zu töten. Also sperrte der Herold ihn unter dem Karmesin-Anwesen ein, um dort ausrangierte Puppen und unerwünschte Anhänger des Pfads der Rechtschaffenheit zu beseitigen.
Vielleicht weil die Menschen aus dem Wulin noch immer ihre Lebenskraft in sich tragen, hat der Plünderer einen besonderen Hunger nach ihnen entwickelt.